Zeit ist Geld

Beim Thema autofreie Innenstadt wird häufig an erster Stelle eine Angst des Einzelhandels zitiert: die Käufer erreichen die Geschäfte nicht mehr, Umsätze gehen zurück. Klingt erst mal logisch? Von wegen. Innenstädte sind meist multimodal erschlossen und das Auto nur eine Mobilitätsform. In unseren Breitengraden eine sehr verbreitete, weshalb es vielen Menschen schwer fällt sich anderen Konzepten zu öffnen. Dass das Bestehende jedoch nicht immer das Beste ist zeigt eine Londoner Umfrage. Was wenn die Kunden ohne Stress und mit mehr Zeit und Geld (was heutzutage das gleiche ist) die Ladenschwellen übertreten? Dort wo früher Parkplätze waren, entsteht Freiraum. Raum für Menschen, spielende Kinder, Grünflächen, ein Kaffee. Das nimmt Stress, lädt ein zum verweilen, flanieren und natürlich auch zum konsumieren. Im Auto sitzende Menschen konsumieren nicht, das können nur Fußgänger. Der Einzelhandel sollte ein Interesse daran haben, möglichst viele Menschen zu Fuß auf eine einladende Meile zu bekommen. Nur so entfällt das zeitraubende im Stau stehen, die Parkplatzsuche (sowohl in der Innenstadt als auch wieder beim nach Hause kommen) und die Ausgaben die mit einem Auto allgemein verbunden sind. Denn Zeit ist heutzutage Geld. Wer seine Zeit nicht mit Stau und Parkplatzsuche verschenkt, kann sie genüsslicher dem Handel zukommen lassen. Und so lässt es sich am Ende erklären, dass Fußgänger, Radfahrer und alle die jenigen die sich nicht mit dem Auto in eine autofreie Innenstadt bewegen, gelassener sind, mehr Zeit und Geld zur Verfügung haben und dieses bei einem ausgedehnten Bummel auch investieren.


Author: dude

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