About: mein 2.0-Audiosystem und ein paar Erfahrungen und Meinungen

About: mein 2.0-Audiosystem und ein paar Erfahrungen und Meinungen

Irgendwann in der FKK-WG-Zeit hab ich dich gekauft, meine Stereoanlage. Endstufe/Amplifier und 2 Nuberts der 381 Serie. 3 Teile für je 200€. Und ich kann es nur jedem empfehlen. Sie sind zwar überdimensioniert für mein kleines Wohnzimmer aber dieses Volumen hört man - bilde ich mir ein. Ich habe immer das Gefühl, dass die Nuberts vieles so wiedergeben, wie es aufgenommen wurde. Sehr neutral. Das heißt jedoch auch, dass es unten rum, also im Bassfundament, nur dann gut zu geht, wenn der Song oder Film entsprechend abgemischt wurde. Da erwarten imho viele Leute mehr von solcher Hardware.

Bei neueren Filmen erlebt man im Ton die gleiche Entwicklung wie im Bild, undzwar zu hohen Dynamiken. Gesprochene Szenen sind leise, Actionszenen etc. dagegen richtig laut. Schaut man Filme über die im Flatscreen eingebauten Lautsprecher oder andere kleine Speaker, verliert sich der Dynamikumfang. Größere Lautsprecher können solche Dynamiken so gut darstellen, dass man entweder ständig lauter und leiser macht oder eine Lösung sucht - um die Nachbarn nicht zu nerven. Denn die Tonmischer und der Regisseur haben sich ja eigentlich etwas dabei gedacht. Und es wäre lauter natürlich schon besser, aber ich befinde mich in einem sozialem Gefüge (Mehrfamilienhaus), dass ich nicht dermaßen strapazieren möchte.

Die altbewährte Lösung ist ein Kompressor. VLC z.b. bringt einen von Haus aus mit. Der sorgt einmal dafür, dass laute Szenen eine bestimmte Lautstärke nicht überschreiten und leise Szenen lauter werden. Muss man nicht ständig selbst lauter und leiser machen, macht dann ein Algorithmus. Mal wieder. Wenn die Quelle nicht der VLC sein kann, muss man schauen ob man einen Kompressor anderweitig in die Signalkette bekommt. Sei es per Soft- oder Hardware. Gute Vor- und Endstufen können das genau so wie für Linux zb calf. Ein Plugin das sich in den Audioserver einklinkt und dieselbe Funktionalität bereitstellt.

gedanklicher Exkurs{ Was mir zum Thema Kompressor gerade noch einfällt ist der sogenannte Loudness-War im Musikgeschäft. Insbesondere in der Pop-Musik ist es so, dass die Musik stark komprimiert wird, eben mit einem Kompressor, und dieser Mix dann immer auf Unterkante Oberlippe hochgepelt wird - von der Lautstärke her. Dieses Vorgehen nimmt der Musik dann leider viele Nuancen. Man kann das vielleicht mit einem Weichzeichner bei Fotos vergleichen, wo Falten und Unreinheiten verschwinden. }

Allgemein hat man mit einem guten klassischen 2.0/1 System einen guten Allrounder an der Hand. Meine Meinung. Musik kommt unverfälscht (keine Algorithmen wie Dolby Atmos, Dolby Surround etc.) auf direktem Signalweg ins Ohr. Wobei heute schon viele Notebooks mit Dolby Atmos oder Varianten ausgeliefert werden. Das ist im Default also an. Man genießt das leiser hören wieder mehr, weil auch leise Musik plötzlich gut sein kann. Was Filme betrifft gibt es natürlich im Standard meistens 6 oder mehr Kanäle. Die ganzen Formate die da aktuell am Markt sind, mit seiner Hardware bedienen zu können, ist aber aufwendig. Es gibt THX, Dolby und DTS die Standards setzen. Hier mal eine Liste gängiger Formate: THX I/S Plus, Dolby Atmos, Dolby Pro Logic IIx, Dolby Digital, Dolby Digital EX, Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD, DTS, DTS Neo:6, DTS:X, DTS Neural:X, DTS ES, DTS 96/24, DTS-HD Master Audio. Nett oder? Soviel zu sogenannten Standards. Das ist mir zu aufwendig und am Ende auch zu teuer. 2.0 reicht vollkommen für den Alltag, audiophile Erlebnisse und Filme mit Wumms! Und um die Nachbarn zu nerven....


Author: dude

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